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Wallbach in Thüringen

Inmitten von bewaldeten Bergen und sattgrünen Wiesen liegt die Gemeinde Wallbach mit vielen interessanten und romantischen Winkeln.

Die kleine reizvolle Gemeinde ist ein Straßendorf in der Vorderrhön, zwischen den Gemeinden Walldorf und Metzels gelegen. Die bezaubernde Landschaft des Wallbachtales mit reicher Fauna und Flora ist ein Paradies für Wanderer und Freunde der Natur.

Aus der Geschichte von Wallbach ist zu erkennen, dass es vermutlich Hirten gewesen sind, die im Wallbachgrund ihr Vieh weideten, einige sesshaft wurden und den Ort gründeten. Erstmals wird Wallbach in einer Urkunde erwähnt, datiert vom 27. Oktober 1230.

In der Gemeinde befindet sich eine im Jahr 1680 erbaute Kirche, mit einer sonst für diese Gegend nicht häufigen Dachform und eine aus dem Jahre 1754 stammende mechanische Orgel.

Der Ortskern wird geprägt durch einen größeren Platz mit einer neu angepflanzten Linde, mehreren gut erhaltenen Fachwerkhäusern, einer neuen Brücke über den Wallbach und einem neu eingerichteten Kinderspielplatz.

Die Gemeinde Wallbach hat durch die mittlere Höhenlage und geschützt durch die umliegenden Berge eine sehr gute klimatische Lage. Die waldreiche Gegend um den Ort, und hier besonders das Wallbachtal, laden Gäste und Einwohner zum Wandern und Verweilen ein.

Eine umfassendere Orts-Chronik finden Sie unter dem Menu-Punkt Historisches.

Dies & Das

Zahlen und Fakten:

Einwohner:                               371
Gemeinderat:                          7 Sitze
Gemarkung:                             506 ha
davon Wald:                             211 ha
davon landw. Nutzfläche: 201 ha
Zust. Finanzamt:                   Meiningen
Zust. Amtsgericht:              Meiningen
Zust. Standesamt:               VG Wasungen „Amt-Sand“

Örtliche Einrichtungen:

  • Gemeindeverwaltung
  • Ruhewald
  • ev. Kirche
  • Kindergarten
  • Kinderspielplatz
  • Bolzplatz
  • Friseur
  • mobile Fußpflege

Örtliches Gewerbe:

  • Heizungs- und Sanitär-Service
  • Versicherungsmakler
  • Labrador-Zucht
  • Verlag

Örtliche Veranstaltungen:

  • Kirmes
  • Dorffest
  • Vereinsfeste

Vereine:

Verkehrsanbindungen:

  • Bahnhof Walldorf (ca. 2 km)
  • Anschluß B19 (ca. 2 km)
  • Busverbindungen nach Meiningen und Walldorf mehrmals täglich

Sprechzeit des Bürgermeisters:

jeden Mittwoch von 17 – 18 Uhr in der

Gemeindeverwaltung Wallbach
Untere Hauptstraße 94
98639 Wallbach

Tel.: 03693 897135

Historisches

Orts-Chronik

Die historische Entwicklung der Gemeinde Wallbach

Die Entstehung des Ortes geht bis auf das 12. und 13. Jahrhundert zurück. Vermutlich sind es Hirten gewesen, die im Wallbachgrund ihr Vieh weideten, einige davon seßhaft wurden und den Ort gründeten.

Erstmals wird Wallbach in einer Urkunde (datiert vom 27.10.1230) erwähnt. Hierbei geht es um eine „Schiedsrichterliche Sühne“ zwischen dem Stifte Würzburg und dessen Begründer, dem Grafen Poppo, über den Nachlaß seines Bruders, des Grafen Berthold von Henneberg. Graf Poppo verzichtet auf alles Recht an der Stadt Meiningen samt Zubehör und den Dörfern Berkes (ein an der Straße nach Henneberg gelegenes und heute nicht mehr existierendes Dorf), Wallbach (Walpahc), dem Breuberg (Bruberc) u.a.

Im August 1252 verleiht Hermann, Bischof von Würzbug, dem Kloster Frauenrode die Zehnten zu Buchardesrode und Wallbach (Wolpah).

Den Ortsnamen soll das Dorf erhalten haben, weil der Hauptwallfahrtsweg aus dem Werragebiet entlang des Baches nach dem damaligen Wallfahrtsort Christes führte.

Einer anderen Auslegung zufolge soll Wallbach selbst ein Wallfahrtsort gewesen sein und daraus der Name des Dorfes wie auch des Baches herrühren.

Beide Behauptungen sind jedoch nicht zu belegen. Christes jedoch war tatsächlich Wallfahrtsort, was der ersten Version zuspricht. Zur zweiten Version sind in den alten Aufzeichnungen keinerlei Hinweise zu finden.

Nach einer von Dr. Jacob im Jahre 1894 herausgegebenen Schrift soll der Ort noch im Jahre 1317 den Namen „Unterwalpach“ geführt haben, seit 1336 hieß es dann „Niederwallbach“.

haus_wallbach_alt

Aus den noch vorhandenen Aufzeichnungen und Urkunden der Schäferei zu Wallbach geht eindeutig hervor, dass noch gegen Ende des 17. Jahrhunderts der Ortsname „Walpach“ gebräuchlich war.

Einer weiteren Urkunde, vom 2. März 1415, ist zu entnehmen, dass Balthasar am Berg dem Grafen Wilhelm von Henneberg für 3 Güter und Huben in Wallbach mannlehnpflichtig war.

In einem vorliegenden Schriftstück vom 24. August 1416 gestattet der Bischof Johannes zu Würzburg Adolph Marschalk den Neubau eines Anwesens in Wallbach, darin heißt es u.a.:

unnd haben darumb unnd sonderlichen durch unser Gnaden Willen demselbem jetztgenanden Adolff Marschalken gegönnet unnd erlaubet, daß er uff die Wahlstatt zu Walpach, die dann von uns unnd unserm Stifft zu Manlehn rüret, eine Behausung von Holtze mag bauen unndt darumb einen Graben unnd Zeune mag führen, …

15 Jahre später, am 14. Dezember 1431, wird diese Zusage in einer weiteren Urkunde erneuert, warum dies geschehen ist, ist nicht festzustellen. Es kann nur angenommen werden, dass der Bau bis hierher nicht zustande kam und neu beantragt wurde.

Auf dem Schneeberg wurde der Anbau von Wein versucht, er konnte sich aber nicht durchsetzen. Gründe dafür dürften ohne Zweifel die Boden- und Witterungsverhältnisse sein. Noch heute wird ein von der Spitze des Berges nach unten laufender Graben als „Weindelle“ bezeichnet, eine Überlieferung aus jener Zeit.

Im Dreißigjährigen Krieg stürmten Kroaten das Wallbachtal, vernichteten Oberwallbach völlig, während von Unterwallbach 16 Gehöfte verschont blieben. Von den Verbliebenen läßt sich mit Sicherheit das Anwesen Nr. 13 (F. Mey) ermitteln, im Kellergewölbe ist das Baujahr 1593 eingemeißelt.

Die Tierhaltung stand zu dieser Zeit im Vordergrund und die Bewohner, ausschließlich Bauern, erlangten dadurch eine gewisse Wohlhabenheit.

Nach den Zerstörungen des Krieges setzte gegen Ende de 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts nach und nach der Wiederaufbau ein.

Mit größter Wahrscheinlichkeit wurde in der zweiten Hälte des 15. Jahrhunderts die Kirche des Ortes erbaut. Obwohl hierüber Angaben fehlen, läßt das im „Alten Henneberger Baustil“ errichtete Gebäude diese Annahme zu.

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Im Jahre 1707 wurde Valtin Möller neben seinem Amt als Lehnträger auch zum Schultheiß ernannt und löste den bisherigen, Valtin Gerling, ab. Beide Ämter behielt er bis zu seinem Tode am 4.2.1732 inne.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Flur unter den Überlebenden neu aufgeteilt. Jeder Bauer erhielt ein Sechzehntel der Ländereien. Durch die ständige Erweiterung der Familien wurden diese Sechzehntel weiter unterteilt. Diese Maßeinheit hat sich bis zum heutigen Tage in der privaten Forstwirtschaft des Ortes erhalten.

Aus mündlicher Überlieferung des 18. und 19. Jahrhunderts ist bekannt, dass ein Teil der Bevölkerung ein Handwerk ausübte, einen Anteil an den Ländereien hatte und ein sehr karges Leben führte. Während sich die Familienväter in die Stadt zur Arbeit begaben, verdingten sich die Frauen und Kinder bei den Bauern. Dadurch erhielten sie den zur Ernährung notwendigen Kartoffelacker und Fuhrleistungen. Von der Getreideernte bekamen sie weiterhin den 10. Teil, d.h. jede zehnte Garbe war ihr Eigentum und man sprach vom „Zehnerschnitt“.

Wie bereits schon angedeutet, wurde der Ortsteil Oberwallbach im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört und war lange Zeit danach eine Wustung. Erst im 18. Jahrhundert wurde die Oberwallbachsmühle (damals Poppenmühle genannt) wieder aufgebaut. Dort lebten zu dieser Zeit 2 Familien mit 7 „Seelen“ und 17 Stück Vieh, wie es in den Aufzeichnungen heißt. (siehe auch: Geschichte der Oberwallbachsmühle)

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Die in der Nähe gelegene Moosmühle (Most-, Kehl-, Kohlmühle) beherbergte zur selben Zeit eine Familie mit 7 „Seelen“ und 10 Stück Vieh.

Hier einige Auszüge aus der Dorfordnung ANNO 1729 d. 8. Jan.:

Hat der Schultz Valtin Möller, Hans Gerling, Hans Michel Reumann, Claus Gerling, Hans Martin Möller Mittl., Claus Ebert Sen. und Claus Möller, Dorffs Eltester mit Consens der gantzen Gemein entschloßen eine Neue Gemeindorffs Ordtnung aufsetzen laßen, da mit allem Unfug Möge gesteuert und in guten Standt Möge gebracht werden.

Nach dieser Einleitung wurde festgelegt, daß die Dorfältesten ohne Verzug beim Dorfschulzen zu erscheinen hatten, ohne Anklopfen keine Stube zu betreten war, nicht mit bedecktem Haupt vor dem Dorfschulzen oder Dorfältesten gestanden werden durfte. Es war untersagt, dem Schultheiß in die Rede zu fallen oder mit groben Worten über den Mund zu fahren. Weiterhin regelte diese Ordnung die Bewässerung der Wiesen, das Viehüten, das Halten von Vieh in vorgeschriebener Anzahl, den Holzeinschlag, die Sauberhaltung der Brunnenleitung und vieles andere mehr.

Aus dem Letzten ist zu ersehen, dass zu dieser Zeit bereits die Wasserleitung vom Marienbrunnen her in das Dorf existierte, die dann – wie später beschrieben – im Jahre 1905 für das ganze Dorf neu verlegt wurde.

Bis zum Jahre 1802 gab es im Ort Herzögliche Vogteigerichte, deren Aufgaben dann dem Amtsgericht Wasungen übertragen wurden. Darüber hinaus befand sich im Ort eine Zoll- und Geleitseinnahme.

Zum damaligen Erwerbsleben wird gesagt, daß die Menschen im Localgewerbe, den Sandsteinbrüchen und in den Gipsgruben tätig waren. Sie werden als geringe Mittelleute bezeichnet, aber rührig und genau. Beim Abbau der Sandsteine sollen Fußtritte „antedilurianischer Thiere“ gefunden worden sein.

Desweiteren gab es noch die Mahlmühle im Dorf, die im Jahre 1952 mit dem Verzug der Eigentümerin ihre Tätigkeit einstellte.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Ziegelhütte errichtet. Sie wurde von dem Bauern und Maurermeister Valtin König unterhalten. Dieser Betrieb hatte bis zu 19 Beschäftigte, deren Arbeitszeit von 5 Uhr morgens bis 19 Uhr abends dauerte. Der Verdienst betrug täglich 9 Groschen für die Jungendlichen und 15 Groschen für die Erwachsenen. Um die Jahrhundertwende stellte dieser Betrieb seine Tätigkeit ein, da das Lehmvorkommen erschöpft war.

Der Gemeindeetat des Jahres 1876 wies folgendes Ergebnis aus:

Einnahmen = 3.350,13 Mark
Ausgaben = 3.145,30 Mark

Zur Durchsetzung von Ordnung und Sauberkeit sowie zur Einhaltung der Normen des Zusammenlebens galten strenge Maßstäbe. Aus den Aufzeichnungen dieser Jahre ist ersichtlich, dass für verhältnismäßig kleine Vergehen empfindliche Strafen ausgesprochen wurden.

1890 wurde mit dem Bau der neuen Schule begonnen, welcher mit einem tödlichen Unglücksfall verbunden war. Beim Aufrichten fiel ein Balken herab und verletzte den 24jährigen R. Reumann so schwer, dass er kurze Zeit später seinen Verletzungen erlag (er war erst kurz vorher aus der Wanderschaft heimgekehrt). Dieses Gebäude wurde 30 Jahre später, zu Beginn der Inflation, aufgestockt und erhielt sein heutiges Gepräge.

1905 wurde der Bau der Wasserleitung durchgeführt und mit einem Kostenaufwand von 16.579,13 Mark abgeschlossen. Bis dahin wurde das Wasser aus den am Plan und der neuen Schule gelegenen Brunnen entnommen, die vom Marienbrunnen her gespeist wurden. Als Zuleitungsrohre wurden durchbohrte Baumstämme verwandt. Im selben Jahre wurde die Zustimmung zum Bau einer Fernsprechleitung von Wallbach nach Metzels enschließlich Schaffung einer Fernsprechstelle durch den Gemeinderat gegeben und eine Friedhofsvergrößerung durchgeführt.

Im Jahre 1906 erfolgte eine Teilkanalisierung von Haus Nr. 41 bis zur „Schwarzen Brücke“. Die Bauausführung wurde dem Bauunternehmer Joseph Raabe aus Breitenworbis übertragen. In diesem Jahr wurde auch die längst fällige Separation durchgeführt. Auch wurde im selben Jahr das „Ortsgesetz der Gemeinde betreffend Einkaufsgeld“ verabschiedet. Den Bezugsberechtigten war das Holzlesen, Streu machen und die Inanspruchnahme gemeinschaflicher Anlagen wie Steinbruch und Sandgruben gestattet.

Die vorstehende Chronik wurde von Herrn Josef Mosch, wohnhaft am Gänsberg in Wallbach, in mühsamer Arbeit zusammengetragen. Vielen Dank!

Umgebung

Wallbach und seine Umgebung

Geografie

Wallbach liegt durchschnittlich 360 m über dem Meeresspiegel. Die Niederschlagsmenge liegt zwischen 620 und 650 mm jährlich. Die Durchschnittswärme beträgt 7,1 Grad Celsius. Die Bodenstruktur ist sehr unterschiedlich, es überwiegt Kalkmuschelstein und Sandboden. Etwa 10 % sind Keuper.

Die Oberwallbachsmühle

Besitzer des Anwesens gegen Ende des 18. Jahrhunderts war Johann Michael Friedrich Cyrus, gebürtig aus Rosa. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat Friedrich August Wißler die an das Bankhaus Strupp vollkommen verschuldete Mühle durch Kauf erworben, gleichzeitig aber auch die Tochter des Adam Friedrich Cyrus, eines Enkels Johann Adam Friedrichs, geheiratet.

Oberwallbachsmühle 1

Ende des vorigen Jahrhunderts übernahm Heinrich Simon durch Heirat mit der Tochter Wißler´s die Mühle, die dann schließlich im Jahre 1926 an Oskar Simon überging.

1879 wurde das Mahlwerk erneuert und im Jahre 1919 die Mühle modernisiert. Bis zum Jahre 1880 wurde neben dem Mahlbetrieb auch eine Gastwirtschaft unterhalten. In den Jahren 1919 und 1924 erfolgte die Aufstockung des Gebäudes und erhielt sein heutiges Gepräge. Von 1929 – 43 wurde neben dem Mahlbetrieb auch eine Brotbäckerei geführt. Im Jahre 1970 hat Oskar Simon das Anwesen an den VEB Wasserversorgung verkauft, nachdem der Betrieb seit Jahren stillgelegt war.

Mühlrad Oberwallbachsmühle
Die Bilder zeigen die Oberwallbachsmühle nach der Sanierung. In Zukunft werden sich wohl wieder viele Wanderer und Radfahrer an diesem wunderschönen Ort treffen und ganz sicher einige Zeit hier verweilen.

Die in der Nähe gelegene Moosmühle (Most-, Kehl-, Kohlmühle) beherbergte zur Zeit des Wiederaufbaus eine Familie mit 7 „Seelen“ und 10 Stück Vieh, wie es in der Landekunde des Herzogtums geschrieben steht. Sie ist heute unter dem ortsüblichen Namen „Gansemühl“ bekannt und seit den 50er Jahren unbewohnt. Der Mahlbetrieb wurde bereits vor dem 2. Weltkrieg eingestellt.

Moosmühle bei Metzels

Im Jahre 1970 hat sie der Besitzer an eine PGH Bau aus Brandenburg verkauft. Sie wurde von Arbeitern dieses Betriebes weitestgehend instandgesetzt und sollte als Ferienheim genutzt werden. Dazu kam es aber nicht, weil das Objekt im Wassereinzugsgebiet lag, und der VEB Wasserversorgung Vorrechte zur Übernahme dieses Grundstückes erhielt. Danach war die Mühle leider dem Verfall preisgegeben.

Moosmühle Bild 2

Der Breuberg

In unmittelbarer Nähe unserer Gemeinde, zwischen dem Heiligenberg und Esch liegt der Breuberg (urkundlich Bruberc – Bruckberg).

Noch bis zum Jahre 1456 war hier eine Ansiedlung, später ein Meierhof (dieser hatte im Jahre 1850 zwei Wohnhäuser). Die zu diesem Zeitpunkt dort wohnenden 2 Familien zählten 9 Köpfe und besaßen 78 Stück Vieh (davon 63 Schafe).

Im Mittelalter im Besitz der Wölfe von der Landeswehr, später in den der Freiherrn von Bibra übergehend, wurde der Hof nach Walldorf gepfarrt und geschult.

Dieses Anwesen, ein Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude, wurden noch bis zum Herbst 1961 bewohnt und nach dem Verlassen des letzten Nutzers nach und nach zerstört. Schon nach 10 Jahren war nur noch die Ruine des Wirtschaftsgebäudes vorzufinden.

Der Landsberg

Der Landsberg wurde früher Landeswehr genannt und ist wahrscheinlich z. Z. Heinrichs des I. erbaut worden. Er kam im Jahre 1008 an Würzburg.

Im Jahre 1350 nahm Bischof Albrecht der Gr. den Johann von Henneberg zum Burgmann in Meiningen und auf dem Landwehrberg an.

Im Jahre 1406 verkaufte der Bischof von Würzburg, Johann von Egloffstein, die Burg den Junkern von Buchenau und von der Tann, züchtigte sie aber im Jahre 1418 ihres Raubes wegen durch Gefangennahme, wobei die Burg wieder zurück kam.

Im Jahre 1413 wurde sie durch Blitzschlag in Brand gesetzt und bis zum Bauernkrieg wieder instandgesetzt. Im Jahre 1461 gehörte eine Hälfte der Wolfischen Familie und die andere Hälfte denen von Truchseß. 1493 mußte Kunz von Wolf die Burg neben Meierei und anderen Gebäuden an Würzburg zurückgeben, die dann schließlich im Bauernkrieg fast vollkommen zerstört wurde.

Bis zum Jahre 1793 wechselten die Besitzer, dann kaufte Herzog Georg den Landwehrberg. Im Jahre 1795 verkaufte Herzog Georg den Berg an die Witwe des Obersten von Bibra, diese wiederum verkaufte an Anton von Neidschütz und von dessen Erben kam er im Jahre 1836 an Herzog Bernhard.

1836 wurden die Pläne zum Neuaufbau entworfen und mit dem Bau begonnen, welcher im Jahre 1840 in der Hauptsache vollendet war.

Die Habichtsburg

Früher Habesburg genannt, soll 909 in der Zeit der Ungarneinfälle erbaut worden sein, historisch belegt ist jedoch das Jahr 1100.

Nach Angaben der Chronisten soll diese Burg dieselbe sein, die Pfalzgraf Hermann im Jahre 1156 an Graf Poppo von Henneberg für 400 M Silber verkaufte, die darauf hin im Jahre 1185 Stammschloß einer besonderen Henneberg-Wasunger Linie wurde, dann an Otto von Botenlaube und durch Kauf um 1230 an Würzburg kam, weshalb die Henneberger Grafen diese zerstörten, sich aber nachher an deren Wiederaufbau 1247 vom Hochstift Würzburg behindert sahen.

Diese Angaben passen aber nicht auf die Haßfurter Burg, die seit dem Jahre 1008 würzburgisch und ohne allen Güterkomplex war.

Der Spitzberg

Auf dem Spitzberg stand eine „den Herren von Exdorf eigenthümliche Burg“, die im Jahre 1340 als Raubschloß von Otto, Bischof zu Würzburg, zerstört wurde. Sie stand auf dem vorderen Plateau des Spitzberges, wo noch im Jahre 1850 bei Grabungen Ziegeln und anderes Baumaterial gefunden wurde.

Einer im Jahre 1928 von Dr. phil. Nat. Ernst Kaiser (Oberstudienrat an der damaligen deutschen Aufbauschule Hildburghausen) herausgegebenen Schrift (auf Seite 52), wird entgegen der vorherigen Auslegung behauptet, dass die Burg der Herren von Exdorf auf dem vorderen Plateau des Eschberges gestanden haben soll.

Kontakt

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Angaben gemäß § 5 TMG:

Gemeindeverwaltung Wallbach / Thüringen
Untere Hauptstraße 94
98639 Wallbach / Thüringen

Vertreten durch:

Bürgermeister Thomas Hartung

Kontakt:

Telefon: 03693 897135
Telefax: 03693 882437
E-Mail: info@wallbach-thueringen.de

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz: folgt

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