Umgebung

Wallbach und seine Umgebung

Geografie

Wallbach liegt durchschnittlich 360 m über dem Meeresspiegel. Die Niederschlagsmenge liegt zwischen 620 und 650 mm jährlich. Die Durchschnittswärme beträgt 7,1 Grad Celsius. Die Bodenstruktur ist sehr unterschiedlich, es überwiegt Kalkmuschelstein und Sandboden. Etwa 10 % sind Keuper.

Die Oberwallbachsmühle

Besitzer des Anwesens gegen Ende des 18. Jahrhunderts war Johann Michael Friedrich Cyrus, gebürtig aus Rosa. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat Friedrich August Wißler die an das Bankhaus Strupp vollkommen verschuldete Mühle durch Kauf erworben, gleichzeitig aber auch die Tochter des Adam Friedrich Cyrus, eines Enkels Johann Adam Friedrichs, geheiratet.

Oberwallbachsmühle 1

Ende des vorigen Jahrhunderts übernahm Heinrich Simon durch Heirat mit der Tochter Wißler´s die Mühle, die dann schließlich im Jahre 1926 an Oskar Simon überging.

1879 wurde das Mahlwerk erneuert und im Jahre 1919 die Mühle modernisiert. Bis zum Jahre 1880 wurde neben dem Mahlbetrieb auch eine Gastwirtschaft unterhalten. In den Jahren 1919 und 1924 erfolgte die Aufstockung des Gebäudes und erhielt sein heutiges Gepräge. Von 1929 – 43 wurde neben dem Mahlbetrieb auch eine Brotbäckerei geführt. Im Jahre 1970 hat Oskar Simon das Anwesen an den VEB Wasserversorgung verkauft, nachdem der Betrieb seit Jahren stillgelegt war.

Mühlrad Oberwallbachsmühle
Die Bilder zeigen die Oberwallbachsmühle nach der Sanierung. In Zukunft werden sich wohl wieder viele Wanderer und Radfahrer an diesem wunderschönen Ort treffen und ganz sicher einige Zeit hier verweilen.

Die in der Nähe gelegene Moosmühle (Most-, Kehl-, Kohlmühle) beherbergte zur Zeit des Wiederaufbaus eine Familie mit 7 „Seelen“ und 10 Stück Vieh, wie es in der Landekunde des Herzogtums geschrieben steht. Sie ist heute unter dem ortsüblichen Namen „Gansemühl“ bekannt und seit den 50er Jahren unbewohnt. Der Mahlbetrieb wurde bereits vor dem 2. Weltkrieg eingestellt.

Moosmühle bei Metzels

Im Jahre 1970 hat sie der Besitzer an eine PGH Bau aus Brandenburg verkauft. Sie wurde von Arbeitern dieses Betriebes weitestgehend instandgesetzt und sollte als Ferienheim genutzt werden. Dazu kam es aber nicht, weil das Objekt im Wassereinzugsgebiet lag, und der VEB Wasserversorgung Vorrechte zur Übernahme dieses Grundstückes erhielt. Danach war die Mühle leider dem Verfall preisgegeben.

Moosmühle Bild 2

Der Breuberg

In unmittelbarer Nähe unserer Gemeinde, zwischen dem Heiligenberg und Esch liegt der Breuberg (urkundlich Bruberc – Bruckberg).

Noch bis zum Jahre 1456 war hier eine Ansiedlung, später ein Meierhof (dieser hatte im Jahre 1850 zwei Wohnhäuser). Die zu diesem Zeitpunkt dort wohnenden 2 Familien zählten 9 Köpfe und besaßen 78 Stück Vieh (davon 63 Schafe).

Im Mittelalter im Besitz der Wölfe von der Landeswehr, später in den der Freiherrn von Bibra übergehend, wurde der Hof nach Walldorf gepfarrt und geschult.

Dieses Anwesen, ein Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude, wurden noch bis zum Herbst 1961 bewohnt und nach dem Verlassen des letzten Nutzers nach und nach zerstört. Schon nach 10 Jahren war nur noch die Ruine des Wirtschaftsgebäudes vorzufinden.

Der Landsberg

Der Landsberg wurde früher Landeswehr genannt und ist wahrscheinlich z. Z. Heinrichs des I. erbaut worden. Er kam im Jahre 1008 an Würzburg.

Im Jahre 1350 nahm Bischof Albrecht der Gr. den Johann von Henneberg zum Burgmann in Meiningen und auf dem Landwehrberg an.

Im Jahre 1406 verkaufte der Bischof von Würzburg, Johann von Egloffstein, die Burg den Junkern von Buchenau und von der Tann, züchtigte sie aber im Jahre 1418 ihres Raubes wegen durch Gefangennahme, wobei die Burg wieder zurück kam.

Im Jahre 1413 wurde sie durch Blitzschlag in Brand gesetzt und bis zum Bauernkrieg wieder instandgesetzt. Im Jahre 1461 gehörte eine Hälfte der Wolfischen Familie und die andere Hälfte denen von Truchseß. 1493 mußte Kunz von Wolf die Burg neben Meierei und anderen Gebäuden an Würzburg zurückgeben, die dann schließlich im Bauernkrieg fast vollkommen zerstört wurde.

Bis zum Jahre 1793 wechselten die Besitzer, dann kaufte Herzog Georg den Landwehrberg. Im Jahre 1795 verkaufte Herzog Georg den Berg an die Witwe des Obersten von Bibra, diese wiederum verkaufte an Anton von Neidschütz und von dessen Erben kam er im Jahre 1836 an Herzog Bernhard.

1836 wurden die Pläne zum Neuaufbau entworfen und mit dem Bau begonnen, welcher im Jahre 1840 in der Hauptsache vollendet war.

Die Habichtsburg

Früher Habesburg genannt, soll 909 in der Zeit der Ungarneinfälle erbaut worden sein, historisch belegt ist jedoch das Jahr 1100.

Nach Angaben der Chronisten soll diese Burg dieselbe sein, die Pfalzgraf Hermann im Jahre 1156 an Graf Poppo von Henneberg für 400 M Silber verkaufte, die darauf hin im Jahre 1185 Stammschloß einer besonderen Henneberg-Wasunger Linie wurde, dann an Otto von Botenlaube und durch Kauf um 1230 an Würzburg kam, weshalb die Henneberger Grafen diese zerstörten, sich aber nachher an deren Wiederaufbau 1247 vom Hochstift Würzburg behindert sahen.

Diese Angaben passen aber nicht auf die Haßfurter Burg, die seit dem Jahre 1008 würzburgisch und ohne allen Güterkomplex war.

Der Spitzberg

Auf dem Spitzberg stand eine „den Herren von Exdorf eigenthümliche Burg“, die im Jahre 1340 als Raubschloß von Otto, Bischof zu Würzburg, zerstört wurde. Sie stand auf dem vorderen Plateau des Spitzberges, wo noch im Jahre 1850 bei Grabungen Ziegeln und anderes Baumaterial gefunden wurde.

Einer im Jahre 1928 von Dr. phil. Nat. Ernst Kaiser (Oberstudienrat an der damaligen deutschen Aufbauschule Hildburghausen) herausgegebenen Schrift (auf Seite 52), wird entgegen der vorherigen Auslegung behauptet, dass die Burg der Herren von Exdorf auf dem vorderen Plateau des Eschberges gestanden haben soll.